Windsurfen lernen

Windsurfen

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Wer am Meer oder auf einem See Windsurfern zusieht, die scheinbar spielerisch mit ihrem Board über das Wasser gleiten, verspürt vielleicht die Lust, diese Trendsportart selbst zu erlernen. Bevor es aber tatsächlich an die ersten Surfversuche geht, sollten sich Interessenten mit Fragen bezüglich der Ausrüstung, der potenziellen Gefahren und der geeignetsten Lernmethode auseinandersetzen.



Wo lerne ich Windsurfen?

Unter den Funsportarten steht Windsurfen sehr hoch im Kurs. Jedes Jahr interessieren sich auch zahlreiche Neulinge für den Sport und möchten das schnelle Gleiten auf dem Wasser möglichst schnell erlernen. Allerdings ist Windsurfen nicht so einfach, wie es bei den Profis aussieht. Wer glaubt, er könne es sich binnen kurzer Zeit selbst beibringen, wird schnell enttäuscht werden. Auch sportliche und fitnessbegeisterte Personen haben oftmals Probleme, sich überhaupt auf dem Brett zu halten. Damit anstelle des Wind- und Wasserspaßes nicht Frust und Aufgabe auf Windsurfing-Anfänger wartet, empfiehlt sich der Besuch einer qualifizierten Surfschule. Diese bietet den Vorteil, dass die Trainer Erfahrung im Umgang mit Anfängern haben und in der Lage sind, den Sport genau zu erklären und auf Gefahren und Risiken hinzuweisen. Außerdem stellt eine Surfschule auch geeignete Anfänger-Ausrüstungen zur Verfügung, die etwa ein Brett mit einem hohen Volumen und einem großen Lernsegel beinhaltet.

Auf die Ausrüstung kommt es an

Anfänger sollten davon absehen, sich direkt eine eigene Ausrüstung zu kaufen. Diese fällt nicht selten recht kostenintensiv aus, wobei noch nicht einmal garantiert ist, dass sie auch wirklich den Anforderungen des Funsports entspricht. Erst, wer wirklich sicher ist, dass er beim Windsurfen bleiben möchte, kann sich sein eigenes Equipment zusammenstellen. Neben einem Board ab ca. 130 l Volumen gehört dazu auch ein Neoprenanzug, der sowohl für warme Sommertage als auch für den Gebrauch in Herbst und Winter erworben werden kann. Ebenfalls vorhanden sein sollten Füsslinge, Handschuhe und eine Haube ebenfalls aus Neopren. Das Trapez, das die Steuerung des Segels und das Ausnutzen der entstehenden Vortriebskräfte ermöglicht, kann entsprechend der eigenen Fitness bzw. des individuellen Trainingsfortschritts ausgewählt werden. Zum Board gehören darüber hinaus Segel, Mast, Gabel, Mastverlängerung, Finnen und Protektoren, die allesamt im Fachhandel gekauft werden können.

Regeln und Gefahren beim Windsurfen

Beim Windsurfen gibt es außerhalb von Wettbewerben nur wenige Regeln, die befolgt werden müssen. Als eines der wichtigsten Gebote zählt: Berufsschifffahrt hat grundsätzlich Vorfahrt! Auch bei Motorbooten sieht der Gesetzgeber vor, dass Windsurfer im Zweifelsfall auszuweichen haben. Deutet sich eine potenzielle Kollision mit einem anderen Surfer an, gibt es drei Vorfahrtsregeln, die Beachtung finden müssen:

  • Backbordbug vor Steuerbordbug
  • Luv vor Lee
  • Kurshaltepflicht

Werden diese befolgt, ist fast auszuschließen, dass es zu einem Zusammenstoß kommen kann. Allgemein ist Windsurfen eine vergleichsweise ungefährliche Sportart, wenn Kollisionen zuverlässig vermieden werden. Besonders in der kühleren Jahreszeit kann es ohne angemessene Kleidung schnell zu einer Unterkühlung durch den Windchill oder das kalte Wasser kommen. Diese setzt die Reaktionsfähigkeit herab, sodass der Sportler schlimmstenfalls ertrinken kann. Anfänger sollten sich die richtige Körperhaltung beim Windsurfen vor den ersten eigenen Versuchen von einem Profi zeigen lassen, da ansonsten Rücken- oder Schulterschädigungen auftreten können.